Zugegeben die
Anreise dauert wirklich lange. Aber nach dem 13 stündigen Flug fängt der Urlaub schon an, denn die darauffolgende 10 stündige Busreise ist schon luxus. Sitze und Ausstattung wie bei einem Business/First Class Flug.
In Esquina angekommen holt uns der deutschsprachige Patron Klaus Liebig sen. mit seinem Jeep ab und bringt uns nach 45 Minuten auf die Estancia „Buena Vista“.Die Lage der
Estancia ist ein Traum und auch sonst fehlt es an nichts. Die Ausstattung der Unterbringung ist einfach, sauber und schön.
Frühstück, je nach Wunsch ab 08.30 Uhr, Mittagessen zwischen 12.00 und 13.30 Uhr, Nachmittagspause mit Tee, Kaffee und etwas Süßem gegen 17.30 Uhr. Das Abendessen wird zwischen 20.30 und 21.30 Uhr serviert. Die Verpflegung ist sehr gut, abwechslungsreich mit viel Gemüse und frischem Obst.
Die Ausritte auf der 4000 Hektar großen Estancia beginnen und dauern nach eigenem Wunsch. Wir haben uns die Zeiten auf 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr gelegt. Mittags gibt es ein drei Gänge Menue Essen mit nachfolgender Siesta. Nachmittags, ebenfalls nach eigenem Wunsch von 14.00 bis 17.00 Uhr wieder Ausritte.
Die 15 Besucher-Pferde sind derzeit noch Criollo Mestizen, die wirklich Spaß machen und der Gauchosattel ist für geübte Reiter überhaupt kein Problem. Klaus Liebig hat jedoch schon eine reine Criollo Herde, die jedoch noch nicht geritten werden können. (Das dauert wohl noch drei bis vier Jahre).
Die Sternritte werden von einem echten Gaucho geführt, der zwar nur spanisch spricht, aber mit viel Spaß und Einfallsreichtum die Ausritte gestaltet. Man kommt sehr leicht mit einpaar spanischen Wörtern zurecht (die man von Klaus Liebig sen. leicht lernen kann)
und man kann viel Spaß mit ihm haben. Er ist flexibel und passt sowohl die Aktivitäten (wie Rinder-, Wasserbüffel, Ziegen oder Criollos treiben) völlig den Wünschen der Urlauber an. Auch die Reitgeschwindigkeit kann selbst bestimmt werden. Von nur Schritt bis zu endlos dauernden Galoppaden. Wir sind noch auf keiner Ranch/Finca/Estancia oder Sonstiges so viel galoppiert.
Die Landschaft ist atemberaubend schön und die Tierartenvielfalt unvorstellbar. Ungefährliche Aligatoren und Wasserschweine in grün-blauen Lagunen, unglaublich viele Wasservögel wie Flamingos und Reiher, sowie Nandus und Caranchos (Rabengeier).
Wasserbüffel, Rund 600 Rinder, 500 Ziegen, unzählige Schafe, Hühner, Gänse, Enten, Truthähne und drei Labrador-Hunde finden auf der Estancia ihren Platz. Hier kommt man der Natur so Nahe, dass man aus dem Staunen nicht heraus kommt.
Wir haben gemeinsam mit den Gauchos die jungen Rinder zusammengetrieben, zu Pferde haben diese die Jungstiere mit Lassos herausgeholt und vor Ort kastriert.
Wem diese tägliche Arbeit der Gauchos zu heftig ist, kann einfach normale Sternritte durch das Gebiet genießen, aber wir fanden das Gaucholeben sehr aufregend.
Natürrlich haben wir auch den angebotenen 3Tages Trail gerne angenommen. Wir wurden von zwei Gauchos, die noch jeweils zwei Ersatzpfere mitführten sicher durch die Wildnis gebracht. Die erste Station war eine befreundete Estancia nur 12 km entfernt. Dort waren wir bereits am frühen Nachmittag und konnten dort einen begleiteten Angelausflug in einem Boot auf dem Rio Corrientes genießen.
Fazit: Der Urlaub war von Pferd&Reiter, sowie vom argentinischem Partner Herrn Liebig sen. super organisiert und alles hat wie am Schnürchen geklappt.
Die Estancia hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt und wir haben uns sehr wohl gefühlt. Wir werden auf jeden Fall wieder dorthin fliegen – und das nächste mal mit der ganzen Familie
.