Griechenland, Lesbos, Insel-Ausritte Ende September 2011
Wie ich erleben durfte, trägt Lesbos die Bezeichnung Paradies-Insel völlig zurecht. Vorweg: es war ein wunderschöner Urlaub! Alles hat gepasst.
Der Transfer klappte prima und gab einen ersten Einblick, wie schön und abwechslungsreich die Insel ist.
Die Unterkunft, eine Doppelhäuschenhälfte hinter der Taverne Sebastian in der traumhaften Bucht von Tarti, lädt zum Wohlfühlen ein. Entweder kann man auf einer Sonnenliege am Wasser den Ausblick auf die Bucht und das Meer genießen oder vor dem Häuschen sitzen und dort entspannen. Ich habe beide Varianten genutzt zum Lesen und Träumen.
Meine Bekannte und ich hatten die Ausritte gemeinsam gebucht und waren die Woche die einzigen Reitgäste. So konnte sich unser Guide Ramsin voll auf uns einstellen, was er super gemacht hat. Ich habe mich immer sicher gefühlt und hatte bei den Ausritten viel Spaß!!!
Die Ausritte führten abwechslungsreich über breite Wege und schmale Pfade, bergauf und bergab, durch Olivenhaine, über unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten. Da die Gegend bergig ist, wurde viel im Schritt geritten. Aber auch Trab- und Galoppstrecken kamen nicht zu kurz. Einmal hatte ich sogar das Vergnügen, dass mein Pferd eine längere Strecke töltähnlich zurücklegte. Das war ein super Gefühl.
Da die Pferde und Reitgastgeber Susanne und Ramsin ein kleines Stückchen weg wohnen, wurden wir täglich um 07:30 Uhr (immer pünktlich) von Ramsin mit dem Auto abgeholt. Dann gab es bei ihnen Frühstück.
Anschließend Pferde fertig machen und los ging es. Natürlich gabe es am ersten Tag eine kurze Einweisung und Ramsin war beim Satteln immer helfend zur Stelle.
Oft saßen wir schon um 08:10 Uhr im Sattel. Das hat mir prima gefallen, denn so konnten wir zu Pferde die Morgenstunden genießen und es war nicht so warm wie am Nachmittag.
Da wir meist so gegen 12 Uhr wieder zurück waren, konnten wir so den Nachmittag nach eigenen Wünschen gestalten. Relaxen, Wandern, Schwimmen und vor allem Schnorcheln in der Bucht von Tarti kann ich sehr empfehlen.
Das Wasser war noch angenehm warm (für die Griechen wohl schon kalt) so dass 30 min. Schnorcheln kein Problem waren.
Viele verschiedene Fische, große und kleine (davon auch Schwärme) und sogar ein kleiner Octopus ließen mich fasziniert die nach gut einer halben Stunde aufkriechende Kälte vergessen.
Also an alle Interessierten: Taucherbrille, Schnorchel oder zumindest Schwimmbrille nicht vergessen. Es lohnt sich!
Man kann gleich von der Unterkunft im Badeanzug losziehen – echt praktisch.
Mittag und Abendessen gab es in der Taverne Sebastian. Immer schmackhaft und abwechslungsreich mit traumhaften Blick zum Meer.
Das Wichtigste: Mein Pferd, Sarabi, ist einfach ein Traum!!! (paßte jedoch leider nicht in die Reisetasche)
Meine Reitquali liegt so bei 2 Hufeisen und der mutige Typ bin ich auch nicht gerade. Ein fremdes Pferd, unbekanntes Gelände dazu noch bergig (komme aus dem Flachland) und ein fremder Guide – da muss ich mich dann immer erst mal herantasten.
Jedoch hatte ich sofort das Gefühl, dass wir ein prima Team werden. Von Tag zu Tag klappte es besser in der Abstimmung zwischen Sarabi und mir. Mein Vertrauen zu Sarabi wuchs mit riesigen Schritten.
Erstaunlich wie cool und gelassen die Pferde dort sind. Bellende Hunde, Planen, Tüten und was alles sonst so rumliegt oder auch im Wind flattert stört sie überhaupt nicht. Gelassen gehen sie ihren Weg und waren trotzdem aufmerksam und sensibel für meine Reiterwünsche. Die Trittsicherheit der Pferd war einfach beeindruckend für mich.
Die Galopps bergauf waren ein Traum und zauberten ein Grinsen auf mein Gesicht. Kraftvoll, schnell und trotzdem jederzeit regulierbar ging es voran. Man merkt, dass die Pferde die reitfreie Zeit auf der Koppel zwischen Olivenbäumen verbringen und auch so natürlich aufgewachsen sind.
Unser Guide Ramsin schätzte unsere Reitfähigkeiten immer absolut richtig ein und mit zunehmender Sicherheit bei uns wählte er auch etwas anspruchvollere Strecken aus. Das hat mir sehr gut gefallen und viel Freude gemacht. (Den slalomähnliche Trab zwischen Olivenbäumen werde ich wohl nie vergessen, so viel Spaß hat er mir gemacht und eine prima Balanceübung war er dazu.)
Nach ca. 2 h Reiten gabe es immer eine Pause an einem schönen Plätzchen. Absatteln, Pferde an einem langen Seil anbinden damit sie fressen können (inkl. Wälzen, die Pferde kennen das und verheddern sich nicht im Seil) und wir bekamen frisch gekochten griechischen Kaffee und Oliven. Beides super lecker! Wenn Granatäpfel oder Feigen den Weg säumten, war auch der Nachtisch gesichert.
Auch eine Wanderung lohnt sich auf jeden Fall und ist ein guter Ausgleich zum Reiten. Gleichzeitig merkte ich dann erst mal, wie einfach ein Anstieg für den Reiter doch auf einem Pferderücken zu bewältigen ist und wie kraftvoll mein Pferd mich getragen hat.
Herzlichen Dank an meine Mitreiterin. Es hat prima gepaßt und sehr viel Spaß zusammen gemacht!!!
Fazit:
Ein absolut gelunger Urlaub.
Für Naturliebhaber die Ruhe suchen sehr zu empfehlen
Pferde sind ein Traum
Reitführung dem täglichen Können der Reiter prima angepaßt - Sicherheit und Spaß im perfekten Einklang
Traumhafte Bucht zum Ausspannen, Schorcheln absolut lohnend
Die Gegend zu Fuß erkunden ist ebenfalls sehr zu empfehlen
Da die Insel sehr groß ist, lehrnt man bei den Sternritten nur einen kleinen Teil kennen.
Eine Verlängerungswoche mit Mietwagen lohnt sich bestimmt (habe ich aber leider nicht gemacht).
Fragen beanworte ich gern - allen viel Spaß beim Reiten wünscht
Jana
da hast Du recht. Richtig preiswerte Flüge habe ich auch nicht gefunden. Deshalb hatte ich dieses Reiseziel auch immer verschoben.
Ich bin mit Air Berlin von Berlin nach Lesbos geflogen. Die sind immer Mittwochs geflogen mit Umsteigen in Düsseldorf oder München. D.h. von Düsseldorf und München gab es Direktflüge.
Bezahlt habe ich 373 €. Im Winter sieht es mit der Anreise wohl noch schwieriger aus.
Direktbuchung übers Internet bei Air Berlin wäre teurer gewesen. Mein Reisebüro hat über FTI günstiger buchen können. Also da ruhig mal nachfragen.
Ansonsten: Hauptreisezeit ist wohl Mitte Juli und August. Ansonsten ist es dort wunderbar beschaulich. Für mich hat es sich wirklich gelohnt.
Hallo,
danke für den schönen Bericht! Seit Jahren suche ich MitreiterInnen für Lesbos. Leider klappte es bisher nicht. Vielleicht finden sich doch noch einige aufgrund dieses Berichts, die im September 2012 (noch warm, aber nicht mehr heiß und noch angenehme Badetemperatur) mit nach Lesbos fliegen. Ich komme aus dem Raum Köln/Düsseldorf.
Brigitte
Hallo zusammen
Der Bericht von Jananew trifft es auf den Kopf!
Ja die Flüge sind außerhalb der Saison teuer aber es ist es wert.
Ich habe mich sehr wohl gefühlt und in dem Urlaub mal wieder mal festgestellt das Menschen mit Freunden reicher sind als diese, die immer nur mein Haus mein Auto mein Pferd mein Boot in den Vordergrund stellen.
Auch die Athmosphäre die diese Insel verbreitet ist einfach toll.
Ich werde Rumsin´s Geschichten vermissen.
Tolle Zeit und Danke für alles
Hallo zusammen
Der Bericht von Jananew trifft es auf den Kopf!
Ja die Flüge sind außerhalb der Saison teuer aber es ist es wert.
Ich habe mich sehr wohl gefühlt und in dem Urlaub mal wieder mal festgestellt das Menschen mit Freunden reicher sind als diese, die immer nur mein Haus mein Auto mein Pferd mein Boot in den Vordergrund stellen.
Auch die Athmosphäre die diese Insel verbreitet ist einfach toll.
Ich werde Rumsin´s Geschichten vermissen.
Tolle Zeit und Danke für alles
hallo,
ich würde gerne Ende Juni, Anfang Juli hinfliegen, wer mag mit?
Für diejenigen die schon dort waren - in welcher Altersklassen sind die Urlauber dort? Kann man eventuell alleine hinfahren? Wird eine Ausrüstung benötigt?