Meine Woche in Andalusienbei Simone und Joe...
als Andalusien-Reiturlaubsfan habe ich natürlich mit Feuereifer die ersten Seiten des P+R-Journals studiert.Für mich als "Einmal-im-Jahr-Reiturlaubsreiterin" sind 3 Punkte nämlich ganz wichtig:
1)Spanische Pferde mit span.Sätteln (da kann ich nicht so leicht rausplumpsen )
2)eine deutschsprachige Gastfamilie / Reitführung (mein Englisch ist eine Katastrophe und somit eine Zumutung für jeden der sich das anhören muß)
3)Gastgeber, die ganz viel Verständnis, Ruhe und Rücksicht auf eine "Einmal-im-Jahr"Reiterin nehmen.
Punkt 1+2 kann man problemlos dem Journal entnehmen. O.k., was Punkt 2 betrifft muß ich mich bei Claire entschuldigen. Die Arme hat bestimmt gedacht ich habe ne`n Knall. Immer dümmlich am grinsen, mit der Runkel am Ja-nicken und zur Krönung des ganzen Sprachfetzen, die Claire auch mit viel Anstrengung und bestem Willen nicht verstehen konnte. (Bist ne`klasse Reitführung und hast dich wacka gehalten
).
Was Punkt 3 betrifft kann man natürlich über die Reiseberichte oder, durch ausprobieren, herausfinden. Da viele Menschen auch immer viele unterschiedliche Meinungen haben, tendiere ich schlussendlich zum ausprobieren. Am liebsten buche ich ein 1/2 Doppelzimmer in der Hoffnung auf eine nette Mitreiterin. (Moin Ines, es war wirklich sehr schön und erlebnisreich mit dir 
). So kam was kommen mußte. Ich lernte Simone und Joe kennen und wußte, jau... hier biste richtig. Denn: Ich habe den Wunsch geäußert aufgrund meiner fehlenden Reiterfahrung und Übung ein ganz liebes,flottes ferienpferd mit Rundum-Lebensversicherungsschutz zu bekommen. Hut ab,die beiden bewahrten Contenance. Ich an ihrer Stelle hätte mich kehrtwendend zum Flughafen gebracht und den guten Rat gegeben, mir künftig doch besser eine andere Urlaubsbeschäftigung zu suchen. Nicht so Simone und Joe. Die beiden schauten sich an und hatten einstimmig ihre Pferdewahl für mich getroffen. Mimossa sollte es sein. Dieses gutmütige Tier (er-)trug mich die ganze Woche. Ich habe mich vom ersten Moment an pudelwohl und absolut sicher auf ihr gefühlt. Im Gegenzug habe ich sie Dauergekrault und nach dem reiten meinen Apfel mit ihr geteilt. Wir haben gemeinsam viel schönes erlebt. Unsere erste Tour war recht lang(aber sehr schön).Wir sind zu einem alten Taubenschlag geritten, haben ein Picknik im Pinienwald gehalten und tolle Galoppaden hingelegt. Die Natur war bunt und duftend.Jeder Ritt war ein Erlebnis und Erholung pur. Und die Strandgaloppaden waren sowieso ein Traum von dem ich noch lange zehren werde. Um jetzt Claire zu zitieren: Thats why I live here!(Wenn ich sie richtig verstanden habe)

. Nach dem reiten bin ich an den Strand geeilt und habe mich in die Sonne gelegt. Leider

konnte ich mein Buch nicht lesen und mein Hörbuch nicht konzentriert verfolgen.Denn: In dieser Woche war nachmittags Flut. Das rauschen der Wellen und das tosen der Brandung haben mich,vermischt mit dem Geschrei der Möwen, umgehend tiefenentspannt und einschlummern lassen. Passend zur Abendbrotzeit schleppte ich mich(wie das so ist bei wachem Geist aber noch tiefenentspannten Muskeln) zurück zu meiner "Casara tres", um mich für´s Abendessen ausgehfertig zu machen. Der kurze Weg (durch diese traumhaft schöne Palmenallee) zu dem kleinen Dorfrestaurant war sehr angenehm zu laufen. Im Restaurant wurden wir jeden Abend mit abwechslungsreichen, typisch spanischen Köstlichkeiten verwöhnt.
Eine sehr schöne Idee von Simone und Joe war das gemeinsame Picknik von den Trailreitern und uns Sternreitern mitten im Grünen, sowie der gemeinsame Grillabend der gesamten Crew der Finca und der Reitgäste zu Hause bei Simone und Joe mit Ihren Kindern,Hunden,Hahn und Schildkröte.
Ein dickes Lob für Eure Arbeit mit den Tieren und für Eure Gastlichkeit und ein gaaanz liebes Dankeschön für die traumhaft schöne Woche,
von Cordelia