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B.R.

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1

Mittwoch, 23. Juni 2010, 11:39

Türkei Natur & Kultur-Ritte


Es gibt Ferien, die fallen einen nicht einfach so in den Schoss. Zuerst stellte sich ein Vulkan meinem Vorhaben in den Weg. Die Aschewolke legte Europa lahm und meine Pläne, die Halbinsel Kapidag reiterlich zu erforschen ebenfalls.

Nachdem ein neuer Termin gefunden wurde (bei dieser Gelegenheit ein herzliches Dankeschön fürs problemlose Verschieben der Reise an Pferd&Reiter) hatte der Regen in der Marmara Region ganze Arbeit geleistet, und die türkischen Forstbehörden haben ca. 80% der Wege auf der Halbinsel Kapidag geschlossen.

So kam es, dass ich statt nördlich der Hafenstadt Bandirma, südlich davon, unter dem schönen Titel „Reiten auf den Spuren Alexanders des Grossen“ meine Reitferien in der Türkei antreten konnte.

Die Anreise verlief problemlos, aber es wurde bis zur Ankunft auf der Ranch ein sehr langer Tag. Morgens um halb sechs ging ich zu Hause los. Per Regionalzug, Schnellzug, Flug, Taxi, Fähre und Autotransfer kam ich schliesslich nachts um zehn Uhr Ortszeit an. Das feine Essen und die gelöste Stimmung, die von den bereits anwesenden Leuten verbreitet wurden, liessen aber die Strapazen bald vergessen. Die drei deutschen Mädels, die letzte Woche hier geritten waren, verabschiedeten sich, für sie waren am nächsten Morgen die Ferien zu Ende.

Auf mich wartete eine Woche „Privatferien“. Für die kommende Woche waren keine Gäste gebucht. Von jetzt an wurde mir jeder Wunsch von den Augen abgelesen. Aber beginnen wir mal am Anfang:

Die Ranch wurde erst vor etwa 3 Wochen eröffnet. Der Eigentümer, Cem ist ein mul­ti-tasking Tausendsassa. Studiert hat er Germanistik, von klein auf hatte er aber mit Pferden zu tun. Er weiss, wie man sie einreitet, ausbildet und züchtet. Es ist eine alte einheimische Rasse mit viel Araberblut. Die Pferde sind zierlich wie Achaltekkiner und äusserst zäh. Die Ranch ist unter seiner Anleitung und nach seinen Ideen entstanden. Öko-Landwirtschaft ist ihm ein grosses Anliegen und über Geschichte und Kultur der Türkei weiss er viel Interessantes zu erzählen.

Aber wie er selber sagt, ohne die richtigen Leute würde die Ranch nicht funktionieren. Das sind hier:

In Küche und Garten – Berrin, was sie aus ihren Holzherden hervorzaubert ist *****-Küche.
Um Haus und Hof – Mustafa, Berrins Mann und grösster Fan ihrer Küche. Er betreut die Tiere auf dem Hof, ist zuständig für Reparaturen aller Art und hilft überall wo's ihn braucht.
Gästebetreuer auf dem Ritt – Burak, Berrins und Mustafas Sohn. Mit seiner Frau Gökçe zeigt er den Gästen die wunderschöne Gegend.

Am ersten Tag, nach ausgiebigem Frühstück hat mich Mustafa auf einen Rundgang durch sein Reich mitgenommen.Zuerst ging es zum Herzstück der Ranch, der eigenen Wasserfassung. Kristallklares Wasser
wird in einer Brunnstube gefasst und mittels Pumpe zum Haus geführt. Aus jedem Hahnen fliesst Wasser in Kurhausqualität. Dann gings zu den selbst veredelten Apfelbäumen in der riesigen Pferdeweide und zu Berrins Garten, wo die jungen Kartoffeln in einem unbewachten Moment von einem Pferd gefressen wurden. Bohnen, diverse Gemüse, Kräuter und zuckersüsse Erdbeeren gabs aber immer noch zuhauf.

Ich lerne mein erstes türkisches Wort hier: Kelebec – Schmetterling.


B.R.

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2

Mittwoch, 23. Juni 2010, 11:40

Cem fragt mich ob ich gerne mit ihnen allen an ein religiöses Fest möchte und holper, holper gings mit dem Kia Transit über die Bergstrasse ins übernächste Dorf an ein Riesenfest wo alle Anwesenden vom Dorf mit Essen und Trinken bewirtet wurden. Die Freiluftküche war gleich unterhalb der Moschee, wo die Männer in riesigen Kochtöpfen auf offenem Feuer das Festmal bereiteten.Wir trafen Verwandte und Freunde des eaglehorses Team und zusammen liessen wir uns an langen Tischen das feine Essen schmecken. Berrin sammelte die Resten in mitgebrachten Behältern und wieder auf der Ranch hat sich Pasche, der Schäferhund, mit den Hühnern zusammen den Bauch vollgeschlagen.

Nach einem Verdauungsnickerchen gings mit Cem und Burak auf den ersten Ausritt. Mein Pferd Riva war jung und etwas nervös. Wenn er durch dichtes Gebüsch musste und die Zweige ihm an die Seiten klatschten, liebte er das gar nicht. Auch irritierte es ihn, wenn ich mich unter tiefhängenden Zweigen ducken musste. Aber in steilem und steinigem Gelände war er sehr trittsicher und wenn wir im Trab noch den Rhythmus zusammen fänden, käme das schon gut. Im Galopp war Riva ein Sausewind, extrem weich und gut kontrollierbar.
Die Gegend war ein Traum. Grünes, fruchtbares Land. Kühle Wälder und nirgends, absolut nirgends liegt Müll.
Unser Ziel war ein Wasserfall. Cem sagte, dort sähe es aus wie im Paradies und tatsächlich hatte das was: Das Licht war durch das dichte Blätterdach um uns herum gedämpft. Das Wasser fiel aus etwa zehn Metern Höhe in ein opalfarbenes Becken wo im Sommer gebadet werden kann. Die Geräuschkulisse könnte Vorlage für eine Meditations-CD sein. Es zirpte, plätzscherte und pfiff – eine Wohltat für verkehrsgeplagte Ohren. Auf dem Nachhauseritt hörten wir den Gebetsruf des Muezzins von mindestens vier Seiten gleichzeitig; religiöse Quadrophonie.

Wieder auf der Ranch wurden wir von den mittlerweile dazugekommenen Freunden und Familienmitgliedern herzlich begrüsst. Es wurde ein langer Abend. Zur Wasserpfeife wurde diskutiert und viel gelacht.

Den nächsten Tag gingen wir gemütlich an. Nach Berrins wunderbarem Frühstück gönnte ich mir mal eine Auszeit in der Hängematte. Die Landschaft ist so unglaublich schön, da kann man sich einfach nicht sattsehen.

Der heutige Ausritt ging in die Berge. Unser Ziel war eine Burgruine. Zu Zeiten Alexanders des Grossen residierten da seine Offiziere. Die Reise dorthin war ein bisschen unruhig, da mein Pferd Riva die agressiven Mücken nicht so toll fand. Zudem machten ihm die dicht stehenden Büsche ziemlich zu schaffen. Dass ich mich manchmal auf seinen Hals legen musste, kam erschwerend dazu. Der arme Kerl war vor lauter Stress völlig nassgeschwitzt und ein, zwei Mal musste ich ihn ziemlich zurückhalten. In schwierigem Gelände davonstürmen fand [b]ich[/b] nicht so toll.
Die Burg aber, war die Reise wert. Wir banden die Pferde zum Grasen an und krackselten den schmalen und fast zugewachsenen Pfad zu den Mauerresten empor. Definitiv keine ausgetretenen Touristenpfade! Oben wurde uns ein Ausblick wahrhaft für Könige geschenkt. Über das ganze Tal konnte das Auge schweifen und wir merkten, warum genau hier die Burg gebaut wurde. Die Feinde hatten keine Möglichkeit, unbemerkt zur Burg zu gelangen.
Für Berrin sammelten wir Oregano, das hier in Massen wild wuchs und zurück gings durch abenteuerliches Gelände. Ein Canyon mit fast zugewachsenem Weg entlang des Flusses im Talgrund. Das Wasser war von grauem Granit gesäumt aber trotzdem tiefrot, bedingt durch rote Erde im Quellgebiet. Somit sah man keinen Grund. Das Queren gestaltete sich deshalb ein wenig schwierig, auch das anschliessende von einem Unwetter verwüsteten Gelände war schwierig, weil steil und felsig, aber auch das haben wir gemeistert. Die Pferde waren so geschickt wie Bergziegen.
Nach einem wiederum delikaten Abendessen beschlossen wir den Tag bei Wasserpfeife und türkischem Kaffee am Feuer.

Der Dienstag begann sehr warm und nach einem ausgiebigen Frühstück gings mal ab in die Hängematte. Das nenn ich Ferien – einfach nichts müssen. Nach der grössten Hitze nahmen mit Gökçe und Burak in ihre Mitte und mit einem anderen Pferd, Apache, eine liebe Painthorse-Stute, gings in eine andere Richtung die Gegend erkunden. Auch Apache war traumhaft trittsicher, fein im Maul und dazu absolut ruhig im Wesen. Ein Verlasspferd durch und durch. Das Gelände war wieder felsig und steil, aber der Ritt war schön ruhig. Im Trab fanden wir sofort den Rhythmus zusammen. Diese Gangart war aber nicht Buraks Favorit. Als die Wege breiter wurden, gings in flottem Galopp weiter. Der „Fahrtwind“ kühlte uns auf angenehme Weise, und auf dem Heimweg begleitete uns wieder mehrfach der Ruf des Muezzins.
Berrin verwöhnte uns mit feinen Gemüsevariationen und viel zu schnell ging auch dieser Tag vorbei.



B.R.

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3

Mittwoch, 23. Juni 2010, 11:41

Am nächsten Tag hatte die Sommergrippe zugeschlagen: Ich beschloss den Tag in der Hängematte zu „ver­lümmeln“ und Berrin und Gökçe versorgten mit mit Hektolitern von aromatischem Lindenblütentee. Sogar eine Grippe hatte hier seinen Reiz. Zusammen schauten wir uns meine alten Familienfotos an, die zufälliger­weise noch in der Kamera gespeichert waren und gegenseitig erklärten wir uns unsere Familienverhältnisse.
Cem fragte etwas später, ob ich mit ihnen allen in die Ida-Berge fahren wollte. Für ein Gartenprojekt bräuchten sie Seerosen und für medizinische Zwecke Blutegel. - Aber klar doch.
So fuhren wir mit dem vollbesetzten Kia Transport zuerst ins glutheisse Gönen, wo Burak den maroden Luftfilter des Transporters austauschte, nachher fuhren wir Richtung Norden, und bald schon waren wir in den Bergen. Es ging rauf und runter und wieder rauf, und die Strasse wurde mehr und mehr zur Off-road-Piste. Überall um uns plätscherte es, die Gegend war ein einziges Wasserschloss. Verfallene Mühlen waren Zeugen der Nutzung der Wasserkraft.Von einem riesigen Holunderbusch pflückten wir Blüten für Berrins Küche. Daraus wollte Sie Limonade machen.
Vor einem alten osmanischen Haus machten wir Rast, und zum ersten Mal in meinem Leben kostete ich Maulbeeren. Zuckersüss, dick und weiss hingen sie am Baum. Das Aroma war sensationell und Berrin erklärte mir, dass man daraus auch Desserts, Marmelade und vieles mehr macht. Unsere nächste Station war das Dorf, wo Mustafa vor zwanzig Jahren die Milchannahmestelle betrieben hat (deshalb auch unsere hausgemachten Käsesorten, Butter und Yogurt). Nach Tee und Begrüssungen von alten Bekannten in zwei Gasthäusern gings weiter auf der Suche nach dem Teich für die Seerosen.Die Qualität der Strasse wandelte sich von schlecht zu bedenklich. Höhepunkt der Fahrt war die Durchquerung eines Baches (ich sah uns schon von einem Traktor aus dem Sumpf gezogen), ohne Vierradantrieb und dergleichen schaffte Burak es schliesslich beim x-ten Anlauf.
Nun wurde die Strasse wieder ein wenig besser, und wir fuhren eine Weile bis wir im tiefsten Wald zu einer Käserei kamen. Hier hätte genausogut Hänsel und Gretels Knusperhäuschen stehen können. Kein Dorf in der Nähe und neben dem Gebäude ein Fluss mit glasklarem Wasser. Dazu eine Wäscheleine zum Trocknen der Käsereitücher. Der stolze Betreiber zeigte uns den Betrieb (17 Tonnen Käse aus Kuh- und Schafsmilch waren zur Zeit im Entstehen!), und natürlich kauften wir bei ihm auch Käse. Sehr leckeren Käse übrigens; so ähnlich wie Feta, ein bisschen salziger und ein bisschen weicher in der Konsistenz.
Weiter gings auf unserem Weg zum Seerosentech. Die Strasse wurde wieder ein bisschen breiter und plötzlich lag er da, der riesige Seerosenteich. Offenbar bevölkert von Millionen von Fröschen. Die machten einen Radau – sagenhaft.
Ausser mir und Gökçe stiegen alle barfuss in den Teich und spielten den Köder für die Blutegel. Berrin und Burak sammelten zudem noch Seerosensetzlinge und nach viel Gelächter und fast-Stürzen hatten wir die Setzlinge und etwa ein Dutzend Blutegel.
Zufrieden über den Erfolg des Tages machten wir uns auf die Heimreise. Es war ein langer Tag und der Mond stand schon hoch am Himmel, als wir auf der Ranch ankamen.
Beim Abendessen, das Berrin aus den diversen Öfen und Herden zauberte, hat Cem gefragt, ob der Tag nicht zu anstrengend gewesen sei. Ganz sicher nicht! Ich hatte jede Minute genossen. „Antalia all inclusive“ hätte nie soviel Spass gemacht.
Müde aber zufrieden wünschten wir uns gute Nacht.


B.R.

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4

Mittwoch, 23. Juni 2010, 11:42

Nach dem Frühstück am Donnerstag konnte ich zusehen, wie Gökçe sich einen Blutegel an der Hand und Burak einen am Knie ansetzten. Keine schmerzlose Angelegenheit wie's aussah. Hat man Arzt oder Spital nicht in der Nähe, hilft man sich eben selber.
Der Tag versprach auch wieder sehr heiss zu werden, und so beschlossen wir, die heissesten Stunden im Schatten zu verdösen. Das heisst, ich döste und Cem und sein bewährtes Team arbeiteten am Seerosen­teich. Der Baustil aus Felsbrocken und Tonziegeln war ein bisschen japanisch inspiriert und begann sich ideal ins Gelände einzufügen.
Später holten Burak und Gökçe die Pferde von der Weide, und zu Paschas Freudentänzen striegelten und sattelten wir sie. Heute wollten sie mir die Reisfelder zeigen. Die lagen tiefer unten, Richtung Gönen. Auf dem Weg dorthin ritten wir durch einen idyllischen Wald. Überall blühte es und hunderte von Schmetterlingen flatterten um die Blüten. Als wir aus dem Wald ins Gebiet der Reisfelder kamen, flirrte die Luft in der Hitze. Die schnurgeraden Wege zwischen den Feldern und den Wasserkanälen luden ein zu schönen Galopps und so konnten wir uns mit dem „Fahrtwind“ ein bisschen Kühlung verschaffen. Die Pferde genossen das flotte Tempo offenbar ebenso wie wir. Bevor wir uns auf den Heimweg machten, rasteten wir am Ufer eines Bewässerungskanals, wo sich die Pferde mit dem frischen Gras die Bäuche vollschlagen konnten. Zurück gings wieder durch einen Wald voller Schmetterlinge. Stetig gewannen wir an Höhe, bis sich oben auf dem höchsten Punkt des Hügels der Blick auftat über „Cem's“ Tal. Vom Sonnenuntergang in rötliches Licht getaucht lag es da in seiner ganzen Schönheit.
Nach unserer Ankunft bei der Ranch konnten wir die Fortschritte am Bau des Seerosenteichs bewundern – er bekam noch ein kleines Inselchen in die Mitte, beplanzt mit Blumen.
Nach dem Abendessen kam das ganze Dorf (vier Häuser) zu Besuch und der Kunstmaler und Musiker vom Nachbarhaus hat uns ein paar Lieder auf seiner türkischen Gitarre gespielt.

Der Freitag versprach heiss zu werden, also verzog ich mich nach dem Frühstück wieder Richtung Hängematte und nahm an diesem letzten Tag hier nochmals intensiv die ganzen Geräusche und Gerüche in mich auf. Pascha leistete mir Gesellschaft, und zusammen verdösten wir die Stunden bis zur nächsten Malzeit.
Berrin hat ihre Küche nun auf Sommer eingestellt: kalte Häppchen aus Bulgur und Linsen, die man mit Zitronensaft beträufelt und in Salatblätter eingewickelt isst. Mustafa bereitete dazu ein erfrischend kühles Getränk aus Yogurt, Eis, Wasser und wenig Salz. Was für ein Leben!

Als es fast Abend war, und immer noch niemand die Gluthitze runtergeschraubt hat, entschlossen wir uns, aufs Reiten zu verzichten. Die Mücken hätten den Pferden zu sehr zugesetzt. Ausserdem gefiel es mir selber an der kühlen Luft unter dem Mirabellenbaum viel zu sehr.
Später am Abend gingen wir in den Hammam, das türkische Bad. Wir fuhren nach Gönen, und vor dem Gebäude verabschiedeten Cem und Mustafa sich. Ab hier herrschte Geschlechtertrennung.Für mich war es der erste Besuch eines Hammams. Kein Problem: Ab jetzt war ich in Berrins Windschatten. Zuerst ging's an eine Art Brunnentrog, wo mit heissem (ca. 80 Grad!!!) und kaltem Wasser die ideale Temperatur gemischt wurde fürs erste Abwaschen. Danach kam das Schwimmbecken mit Thermalwassertemperatur – nichts für
wallungsgeplagte Menopäusler! Und wieder zurück zu den Trögen, wo wir uns gegenseitig mit leicht angerauten Waschlappen die alte Haut vom Körper schrubbten. Das Resultat war ein Häutchen wie Seide, bei mir kam noch ein Teint dazu, der an überreife Tomaten erinnerte, aber das Körpergefühl nach dem Hammam war unschlagbar: wohlig warm und durch und durch sauber.

Draussen trafen wir die Männer, die ebenfalls sauber geschrubbt aussahen, und zusammen genossen wir im riesigen Teegarten einen Tee. Von Gökçe und Burak verabschiedete ich mich schon heute, die zwei gingen auf Reisen.

Zurück auf der Ranch ging ich nach dem Abendessen zeitig zu Bett. Der nächste Tag würde früh beginnen und sehr, sehr lang werden.

Samstag Morgen. Alles ist gepackt und ich sitze mit Cem, Berrin und Mustafa bei meinem letzten türkischen Frühstück. Der Abschied ist herzlich und wir versprechen uns, in Kontakt zu bleiben. Cem bringt mich zum Fährhafen Bandirma, wo er am Abend wieder neue Gäste abholen wird.
Die Heimreise mit Fährschiff, Taxi, Flugzeug, Zug und wieder Taxi bringt mich zurück in die kühlere Schweiz.

Es waren meine ersten Ferien in der Türkei, aber sicher nicht die letzten.

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