Im Vorfeld der Reise wurden alle unsere Anfragen über das Programm
„Trilogie der Elemente“, Süd-Sardinien, die erforderliche Ausrüstung sofort und liebevoll beantwortet. Bevor wir perfekt informiert losführen, fühlten wir uns bereits willkommen. Als wir zwei am späten Nachmittag im Hotel eintrafen, fanden wir schon eine liebe Nachricht von Maggie vor, ob wir uns schon mal die Pferde ansehen wollten. Wir stellten nur die Koffer ins Zimmer und machten uns gleich auf. Als wir das Tor zum Reiterhof durchschritten, kamen wir in ein kleines Paradies. Alte Bäume gaben Schatten, ein kleiner Bach speist das satte Grün. Überall erfreuen Blumen. Ernest begrüßte uns freundlich. Nach dem Durchsprechen unserer Reiterfahrung und anderer Einzelheiten sahen wir uns die Pferde an. Sie stehen in lichten und geräumigen Boxen mit Auslaufmöglichkeit. Man merkt, dass die zwei ihre Pferde lieben und ihnen beste Bedingungen gewähren. Für den ersten Ausritt wurden uns Zaha und Firley vorgestellt, zwei wunderschöne Schimmelstuten mit Araberabstammung, die uns neugierig und zutraulich beschnupperten.
Am ersten Reittag machten wir uns mit den Pferden in der Maneggio vertraut, bevor es zum Halbtagesritt los ging. Uns überraschte, wie fein diese Pferde zu reiten waren. Allein durch Gewichtshilfen konnte der Abstand reguliert werden. Wenn Zaha allerdings trotzdem plötzlich aufschloss, war klar, es war Zeit die Zügel aufzunehmen, denn die nächste Trab- oder Galoppstrecke stand bevor. Der erste Ausritt war wie alle folgenden ein Genuss. Die Landschaft ist abwechslungsreich und kaum verbaut. Die Macchie blühte und verströmte einen betörenden Duft, das Wetter meinte es gut mit uns und die Pferde waren ausdauernd, trittsicher aber auch sehr schnell und durchaus temperamentvoll, aber gut zu beherrschen. Nach der Heimkehr sagte uns Ernest, wenn wir wollten, könnten wir die ganze Woche diese Pferde reiten. Er würde uns aber empfehlen, auch die schwarzen Wallache Norge und Vispo zu reiten. Diese seien vom Temperament ganz anders, aber wir würden ihre Qualitäten zu schätzen lernen. Genauso machten wir es. Bei den Tagesritten trugen uns die Araberstuten, die nie müde wurden, auch wenn es ständig steil bergauf oder bergab ging. Zur Entspannung für Pferd und Reiter gab es gelegentliche Führstrecken. Bei den Halbtagesritten ritten wir die Wallache. Was hat der Vispo für eine Kraft in der Hinterhand, besonders zu spüren an den steilsten Steigungen! Der rasante Galopp am Strand und auf Vispos Lieblingsrennstrecke auf einem Feldweg waren ein tolles Erlebnis. Auf einer Tour sind wir eine Riesenwanderdüne in schönen rhythmischen Schwüngen hinunter geritten: ein noch nie erlebtes Gefühl. Ein besonderes Erlebnis war der Tagesritt zur Grotte und zum römischen Tempel, ein langer aber nie langweiliger Ritt mit tollen Gelände-Passagen. Welch ein Vergnügen, solche Pferde zu reiten!





Wir verbrachten eine wunderschöne Reitwoche bei Maggie und Ernest. Dies war unser 10. Reitprogramm mit Pferd&Reiter. Bisher sind wir noch nie enttäuscht worden. Diese Woche aber war die beste von allen. So gute Pferde hatten wir noch nie. Ernests und Maggies aufmerksame Betreuung und die Auswahl der Routen sind nicht zu toppen.